KONTEXT:
November 2024, es verbleiben nahezu drei Wochen bis zur Vernissage von Instant:Interiors. Das Semesterprojekt, welches sich mit einer Zwischennutzung im Klybeck auseinandersetzt, stellt sich zunehmend als emotionale Achterbahnfahrt heraus. Dabei ist es besonders die Freiheit und lockere Organisation, welche ein unbehagliches Gefühl in mir auslösen. Was wollen sie von mir? Was erhoffen sie sich von unserer Kooperation? Ist der Anspruch, dass wir die Zügel in die Hand nehmen, oder wäre doch die Idee, dass es eine Projektleitung gibt, die aber auch klarere Rahmenbedingungen vorgibt? Ich bin über- und unterfordert zugleich, komme nicht ins Rollen und die Zeit vergeht und ich habe kaum den Eindruck etwas bewirkt zu haben. Drei Wochen bleiben, was will ich (noch) erreichen?
EINSICHTEN:
– Ich bevorzuge klare Rahmenbedingungen, um produktiv und kreativ arbeiten zu können.
– Ich benötige Deadlines, da ich unter Druck besser arbeiten kann.
– Ich geniesse definierte, eher hohe Ansprüche.
– Ich erhalte Motivation durch Vorfreude und «Machen».
– Ich habe mir von der Ausschreibung erhofft, spontanere Raumwelten / -veränderungen zu erschaffen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Objekten zu kreieren.
– Gruppenarbeiten fangen in gewissen Aspekten eigene Unsicherheiten auf, erschweren mir aber meine Kreativität zu kanalisieren und in den Flow zu kommen.
– Ich möchte von meiner Gruppe gehört und ernstgenommen werden und mich gestalterisch mehr ausleben können.
– Ich habe eine Vorstellung von (m-)einem Endresultat oder dem Produkt, dass ich gerne präsentieren würde.
– In diesem Projekt reicht mir eine hauptsächlich konzeptionelle Arbeit nicht aus.
FOLGERUNGEN:
– Wenn ich merke, dass mir die gestellte Strukturierung nicht ausreicht, muss ich mein eigenes Organisationskonzept erarbeiten.
– Bei unklarer Struktur, muss ich mich selbst organisieren, um Motivation durch «Machen» schöpfen zu können.
– Sobald sich die Vorhaben konkretisieren, sollte ich eigene Erwartungen, Ansprüche und Ziele definieren.
– Ich möchte besser kommunizieren, um längerfristig zufriedener mit meinen Projektfortschritten und Erwartungen zu sein.
– Ich sollte Konsense verfolgen, welche mir mehr Möglichkeiten zu meinen gestalterischen Bedürfnissen ermöglichen.
– Ich muss stets lernen, meine Fragen zu stellen und nicht in Unsicherheit zurückzuhalten.
