Kontext
Seitdem ich ins dritte Semester gestartet bin, kommen mir immer wieder Zweifel ums Studium auf. Eine grundlegende Antihaltung gegenüber allen Modulen oder Projekten, welche nicht ganz meiner einstigen Vorstellungen des Studiums entsprachen, hat sich bei mir durchgesetzt.
So war ich ziemlich im Kampf mit dem Semesterprojekt, bei welchem es mir schwerfiel überhaupt in einen kreativen Prozess zu gelangen. Es kam nur zu Fortschritten, weil ich dem Rat des Dozenten gefolgt bin. Dabei habe ich mich aber kein bisschen mit den neuen Fortschritten in meiner Figur identifizieren können, was so viel bedeutet, dass sie mir nicht gefällt. Ich bin lediglich dem Rat gefolgt weil, es mir in diesem Projekt nur um die ECTS-Punkte geht, welche ich gerne hätte.
Leider stärkten mich Gespräche mit dem Dozierenden nur wenig, fühlte mich gar missverstanden und noch mehr fehl am Platz, aufgrund solcher Aussagen «Hast du dich über den Studiengang informiert?» oder «….,wenn du das haben willst, musst du auf Luzern gehen.»
Einsichten:
-Mir fällt es schwer Aufgaben zu erledigen, hinter welchen ich keinen Sinn sehe, in Bezug auf die Relevanz für mich und die Gesellschaft.
-Ich darf die entwickelte Antihaltung nicht auf alles projizieren und diese vor allem nicht weiterverbreiten.
-Ich hätte früher meine Präferenzen für die Projekte einreichen sollen, damit meine Chancen höher gestanden hätten, ein anderes Semesterprojekt zu bekommen.
-Ich hätte besser vorbereitet in die Prozessgespräche gehen sollen.
-Ich wusste nicht, wie sehr mich etwas herunterziehen kann, wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht.
Folgerungen:
-Von Beginn an zu probieren das Projekt wechseln, eine Lösung zu finden oder auf die ECTS-Punkte verzichten.
-Sich selber im Klaren sein, was man vom Studium erwartet oder was die eigenen Ziele sind und diese dann auch verfolgen.
-Sich selber treu bleiben.
Anschlussfragen:
-Was könnte der Studiengang machen, um alle Studierenden zufriedenzustellen?
-Inwieweit ist der Studiengang, als Dienstleister, uns was schuldig?
